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          10-07-2005
  2005.07.10 East Side Gallery, Ostbahnhof

Wie erhofft, macht der Sonntag seinem Namen alle Ehre - es ist sonnig, ein leichter Wind geht, das richtige Wetter für Exkursionen. Ausgewählt weil lange nicht vor Ort gewesen: East Side Gallery von Oberbaumbrücke bis zum Ostbahnhof und die Brachen gegenüberliegend , auf denen ein ganzes Viertel neu entstehen soll mit Wohnungen, Geschäften, Eissporthalle ...

Der S-Bahnhof Warschauer Straße wird umgebaut, verschwunden sind die alten Treppenabgänge, Stahlkonstruktionen sind an ihre Stelle getreten.

Ein Blick von der dem S-Bahnhof abgewandten Straßenseite hinüber zur Mühlenstraße und East Side Gallery. Gegenwärtig erschließen Tiefbauunternehmen das Gelände.

Bahnhofsvorfeld Ostbahnhof.

Erste Eindrücke vom Zustand der East Side Gallery bekommt man, wenn man in die Mühlenstraße einbiegt. Die frühere Vormauer (es war nicht die bewußte Grenzmauer, die in unseren Köpfen präsent ist) wurde in Wendezeiten durch verschiedene Künstler bemalt und vor einigen Jahren ein mehrere hundert Meter langes Teilstück Richtung Ostbahnhof aufwendig restauriert.In ziemlich genauen Jahresabstand komme ich bewußt hier vorbei und fotografiere Teilstücke oder den Zustand der ganzen Fläche , teilweise auch von der wild bemalten Rückseite. Von dieser Rückseite hat die Öffentlichkeit etwas mehr erfahren, als die Sandstation für ein Jahr hier auf dem schmalen Streifen zwischen Mauer und Spree Station machte. Heute versammelt sich hier ein buntes Völkchen in der Bar "Oststrand" ...

Noch immer anwesend, ein kleiner Souvenierladen. Da ich die Bilder ziemlich stark verkleinere (wegen der Ladezeiten der Einzelseiten) , an dieser Stelle eine kleine "Übersetzung" der gemalten Sprüche:

Oben links eine Wachturmbesatzung bei "Horch und Guck", rechts daneben, von der offiziellen Fotografie ausgehend gibt es einige Bildumsetzungen, wobei die erste rechtsstehend den Schriftzug in Russisch und Deutsch enthält: "Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben ". Unten in der Mitte wird der Checkpoint Charlie verewigt, dahinter die Szene mit Polizist und Schranke: "Nu, das gääd aber nüsch". Links festgehalten der Sprung eines Wachsoldaten, der während des Mauerbaues auf die Westseite flüchtete. Ganz links ein Mauerspecht, der Bezug zur Wendezeit ...

Einige Aufnahmen weiterer Mauerbilder, deutlich erkennbar der Verfall und "Mitnutzung" diverser "Künster" ...

Hinter diesem Mauerabschnitt befindet sich heute ein Theater (die Shakespeare Company Berlin baut hier das Shakespeare Theater), leider war geschlossen, als ich vorbeikam, das hätte ich mir gern näher angesehen.

Links der Ostbahnhof, rechts der alte Postbahnhof.

In diesem alten Postbahnhof ist der Club von "Radio Fritz" dauerhaft eingezogen.

Die Kamera dicht an die Glasscheibe haltend habe ich einige Aufnahmen vom Inneren hin zur gegenüberliegenden Seite des Innenraumes gemacht, später sah ich dann, daß es großartig aussah, die Spiegelungen des Innenhofes mit dem Lichteinfall der Fensterfronten zu kombinieren.

Wer genau hinschaut, erkennt, daß ich nicht die Glasfront fest-, sondern die Kamera ins Bild halte. Da das durchscheinende Licht heller ist als die Spiegelung und mein Schattenumriss, wird die Kamera nicht sichtbar.



     

     
 

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