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          24-07-2005
  2005.07.24 Von Kreuzberg nach Köpenick

Ein weiteres Mal inspirierte mich eine Skizze aus der Morgenpost, durch einige Stadtbezirke zu fahren. Ausstellungen, die ich im Vorbeifahren erfasste, veranlaßten mich zu einigen Änderungen der ursprünglich vorgesehenen Strecke.

Zu Beginn die Oberbaumbrücke. Durch die Bögen hindurch kann man die Treptowers und Molekule Men erkennen.

Ich war schon auf der Kreuzberger Seite der Brücke, während die U-Bahn noch auf der Friedrichshainer Seite fuhr ...

Fährt man die Schlesische Straße Richtung Puschkinallee, kommt man kurz nach Überquerung der Schleuse rechts am Wachturm vorbei, indem derzeit die Ausstellung "Letzte Überprüfung" stattfindet. Diese Ausstellung an der ehemaligen Nahtstelle zwischen Ost und West beschäftigt sich mit Ideologien und hinterfragt nach Überwindung der alten Grenzen zwischen Ost und West eine neue zwischen westlicher Welt und Islam. Der auf dem Dach des Wachturmes befindliche Schlüssel ist die Arbeit von Shahram Enthekabi und heißt "kilid", Schlüssel. Dieser Schlüssel steht auch als Sinnbild für die Kinder, die im iranisch-irakischen Krieg einen solchen aus Plastik erhielten und zur Klärung von Minenfeldern in die vordere Front geschickt wurden. Das Symbol des Schlüssels zur Öffnung der Grenzen einerseits und zur Öffnung der Himmelspforte, der Bogen ist weitgespannt.

EIn Blick vom Geländer der "Arena", die 10 Jahre Bestehen feiert, hinüber zu Osthafen und Molekule Men.

In einem Haus des Arenageländes finden zwei Ausstellungen statt, "Der freie Wille" und "Flut Graben Grenze" in der Kunstfabrik am Flutgraben, zu der ich hingehe. Das gezeigte Kunstprojekt von Stefan Moritz Becker und Andreas Schmid beschäftigt sich mit dem Dach der Kunstfabrik, das früher die Grenzer nutzten, um die installierten Grenzanlagen zu kontrollieren. Das Dach wird heute zum Träger für Zeichen und Eingriffe, näheres dazu unter der Website der Kunstfabrik.

Die weißen Linien symbolisieren eine Flugzeuglandebahn, während die schwarzen Farbflächen Schattenrisse der Schlote und Treptowers symbolisieren. Einerseits schwer bewachte Grenze, die Niemanden durchließ, andererseits Schattenflächen, die je nach Licht und Sonnenstand auf die Grenze zuliefen und diese querten. Ein faszinierender Gedanke, der die vergangene Zeit über das bekannte Maß erleb- und erfahrbar macht. Die Ausstellung ist noch bis 6. August geöffnet, wer Interesse hat, sollte sich sputen, solch einen Blick auf Vergangenes und Gegenwärtiges dürfte sich so schnell nicht wieder bieten.

Die Farbflächen noch einmal aus einer anderen Perspektive.

Ein faszinierender Blick von der Dachkante hinunter zur Schlesischen Straße. Folgt man der weißen Linie, sieht man den früheren Verlauf der Grenze auf dem Gehweg und auf der Straße (die Reihe eingelassener Pflastersteine). Links wächst heute eine innerstädtische Parkfläche heran, wo früher freie Fläche für ungehindertes Schußfeld war. Links (nicht im Bild) steht der Grenzturm, auf dem ich einige Bilder weiter oben einging.

Ein Beispiel für die Dachzeichnungen, die den Verlauf der Zeit zeigen. In Vorbereitung der Ausstellung erfassten die Innenflächen den Schattenriß der Abzüge, einige Wochen später verläuft der Schatten außerhalb der Zeichnungen (anderer Sonnenstand- und höhe).

Das Badeschiff an der "Arena" aus ungewohnter Perspektive.

Am Treptower Park hat eine Hebebühnenfirma das Firmengebäude entsprechend bemalt.

Der Spreeuferweg in Nähe des Plänterwaldes. Ein entflogener Wellensittich wird ähnlich den Sperlingen und Enten gefüttert. Dachte ich anfangs, daß der Vogel durch die Anzahl Spatzen attackiert würde, weit gefehlt, mit schnellen Lauf und etwas gespreitzten Flügeln vertrieb er Sperlinge, die den Brotkrumen zu nahe kommen schienen.

Ein Schnappschuß in einer kleinen Wohnsiedlung, kurz nach Verlassen der Fähre 11. Der Fahrzeugaufbau ist mit Sicherheit Eigenbau, die Serienmodelle verfügten zu DDR-Zeiten nur über eine Plastikabdeckung.

Auch wenn es unwahrscheinlich erscheint, diese Straßenschilder stehen in Berlin. Nähe Wuhlheide.

Ein langes Stück ging es durch Wuhlheide, vorbei an FEZ und Köpenicker Altstadt hin zum Schloß. Hier ein Ausschnitt des letzten barocken Schloßes in Berlin von der Dahme aus gesehen.

Ein Ausschnitt der Stahkonstruktion der langen Brücke.



     

     
 

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