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          06-08-2005
  2005.08.06 Sandstation

Zum zweiten Mal fand die Sandstation am Lehrter Stadtbahnhof statt. Der alte Standort zwischen East-Side-Gallery und Spree, ein verwilderter und sonst ungenutzter Streifen, wäre auch zu klein geworden für die großen Sandstatuen. Meines Wissens war die große 15 Meter hohe Skulptur "Adventures of Time" die größte bislang in Berlin errichtete Sandstatue. Aber sehen Sie selbst meine Schnappschüsse aus der Ausstellung.

Ein Spiel mit bekannten Figuren. Das diesjährige Motto der Sandstation lautete "Moderne Märchen".

Mythische Wesen bevölkerten diese Statue.

"Memories", eine "surrealistische Phantasie" nannte die Beschreibung das Werk des vorjährigen Weltmeisters und Moskauer Bildhauers Pavel Zadanyuk.

Die Spitze der obigen Skulptur. "Die Erinnerung der ehemals Liebenden vefängt sich im Spiegel" - aus der Beschreibung der Statue. Für mich die schönste Skulptur, mehrschichtig ausdeutbar und stilistisch saubere Arbeit. Wenn ich das als Laie so sagen darf. Mein Publikumsfavorit ...

"Die Suche nach der 4. Dimension". Zeit und Vergänglichkeit, wem würde nicht die Zeitmaschine dazu einfallen?

"Long John Cyborg"- moderne Piraten.

"World Peace". Deutscher Sandskulpturenpreis 2005. Auch wenn mich die abgebildete Person zuerst an Robert Koch erinnerte, es ist eine Hommage an Mahatma Gandhi und seinen Befreiungskampf für ein unabhängiges Indien.

Nichts Böses hören, sehen oder sagen.

Wie in den Jahren zuvor gab es wieder kleine Inseln der Gastronomie, hier die Strandbar. Waren es zur ersten Sandstation überwiegend Liegestühle, kamen zur diesjährigen Sandstation Bänke, Polstersitzmöbel und Strandkörbe hinzu.

Die oberen zwei Drittel der großen Statue "Adventures of Time". Während am Fuß die Spirale mit Mythen und Geschichten der Menschheit begann, stand an der Spitze ein Wesen aus der Zukunft ... Das Ganze erinnerte ein wenig an Fritz Lang (abstrakt gedacht) oder das vollkommene Wesen aus dem Film "Das fünfte.Element".

Am Beginn der Menschheit: Darstellungen der jagbaren Tiere ...

... während weiter oben die Technik vollens Einzug hält.

In den frühmenschlichen Kulturen gab es Symbole der Fruchtbarkeit, bei denen die Figur und weiblichen Geschlechtsmerkmale besonders hervorgehoben wurden. Eine solche Figur fand sich als Metapher im Sockelbereich der großen Sandstatue wieder.

Eine schlichte Arbeit mit einer tollen Wirkung. Sofort hat man im inneren Auge die Bilder der prähhistorischen Höhlenmalereien vor sich, die sicher für diese Arbeitdie gedankliches Vorbild waren.

Erwähnenswert, daß die Veranstalter an die kleinen Besucher dachten und eine Fläche zum Spielen mit Sand einrichteten.



     

     
 

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