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          25-08-2005
  2005.08.25 Karnickel und Golfball

Haben Sie eine Erklärung dafür, warum in Gehwegplatten Kaninchen aus Metall eingelassen wurden ? Sollte es sich hierbei um eine Aktionskunst handeln, verschließt sich mir der Sinn der Sache. Oder eine Anspielung auf den früheren Mauerverlauf in unmittelbarer Nähe, daß Menschen versuchten darunterweg zu graben oder darüberweg zu springen ? Eine Posse auf die große Brachfläche, die nach dem Fall der Mauer übrigblieb, während ringsherum gebaut wurde ?

Wenn Sie dieses Exemplar sehen sollten ...

... oder diesen Abducker ...

... oder diesen Herumspringer ...

... oder diesen Wachsamen, dann geben Sie bitte Bescheid. Vielleicht wird der Sinn dieser Aktion klar, wenn man einen Vertreter der Karnickelrasse ansichtig wird.

Ein paar Schritte nördlich, an der Chaussee/ Ecke Liesenstraße, verlief ein Teil der Mauer (nach rechts in die Liesenstraße eingebogen kommt man nach einigen hundert Metern zur Gedenkstätte Bernauer Straße). Was man an dieser Ecke sieht, ist eine Doppelreihe in den Boden eingelassener Pflastersteine, die den Verlauf der Mauer quer über die Chausseestraße zeigen. Einen ebensolchen Pflastersteinstreifen hat man am Potsdamer Platz eingebracht, um zu zeigen, wie die Mauer als Grenze die Stadt regelrecht zerschnitt.

Ein in den Boden eingelassener Schriftzug erinnert an die lange Dauer der Trennung beider Stadthälften.

So sieht der Streifen, der die Chausseestraße quert, aus.

Eine große leere Fläche blieb nach Abbau der Grenzanlagen zurück.

Anfangs überschrieb ich diese Seite mit "Karnickel und Golfball", weil man ein zwei Gehminuten weiter an das Gelände des ehemaligen Stadions der Weltjugend kommt, auf dessen Gelände der Nikepark und ein innerstädtischer Golfclub Platz gefunden haben. Für welche sportliche Aktivitäten das Gelände des Nikeparkes genutzt wird, war bei meinem Besuch nicht recht zu erkennen, vermutlich gibt es verschiedene Anlässe und Sportarten, die sich auf dieser unbebauten Fläche tummeln. Weiter südlich, näher an die Habersaathstraße heran, befindet sich der Golfclub. Es gibt noch einen zweiten am Gleisdreieck, aber mit einer geringeren bespielbaren Fläche.

Noch auf der Seite Nikepark. Im Hintergrund hinter der Häuserzeile der Habersaathstraße ist das Hochhaus der Charité erkennbar.

Neben einem Sandbunker aufgestelltes Schild.

Eine Reihe Abschlagpunkte, von denen aus die Spieler üben.

Es mutet erstaunlich an, eine solche Weite angezeigt zu bekommen, aber es scheint so, daß einige geübte Spieler die Bälle tatsächlich soweit abschlagen können. Daß es viele herumliegende Bälle gibt, leuchtet ein, was aber die Krähen dort suchen war nicht erkennbar.

Einige Spieler hinterließen einen durchaus professionellen Eindruck, zuerst einige Aushol- und Drehbewegungen, denen ein schwunghafter Abschlag folgte.



     

     
 

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