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          30-10-2005
  30.10.2005 Schlachtensee und Jagdschloß Grunewald

Bei meinen sommerlichen Touren hatte ich mich mehr auf das Havelufer konzentriert, das Ufer zwischen Spandau und Wannseebad nach schönen Motiven abgegrast. Es ergab sich bei schönen Wetter die gute Gelegenheit, die Haveltour zu beenden und eine neue entlang dem Schlachtensee, der Krummen Lanke und dem Grunewaldsee zu wagen. Bei letzteren kam die Jahreszeit zum Tragen, es dämmerte sehr zeitig, so daß die Aufnahmen vom Jagdschloß Grunewald die letzten annehmbaren Fotos auf dieser sonntäglichen Radtour wurden.

Blick auf de Schlachtensee vom oberen Weg.

In Ufernähe ergeben sich einige schöne Ansichten über das Wasser.

Wie sooft in diesen Tagen, bunte Farben und Formen.

In nahezu Kiellinie zogen einige Enten vorbei.

Unterhalb eines über das Wasser ragenden Astes hatten einige Enten Zuflucht vor dem Ansturm sonntäglicher Ausflügler gesucht. War der Weg an der Havel bereits gut besucht, so mutete der Rundweg um den Schlachtensee an wie der Kurfürstendamm an normalen Tagen. Immer wieder warfen Spaziergänger kleine Stöcke in den See, die von den zahlreichen Hunden herausgeholt wurden. Tierliebe hin oder her, das Ausweichen vor dem Ansturm und damit verbundenen Streß kostete den Wildtieren mit Sicherheit mehr Energie als mit Fütterungen wieder aufgeholt werden kann. Eine ähnliche Situation hatte ich an der Havel erlebt, Schwäne und Enten ließen sich in Nähe und am Strand füttern, die Anwesenheit der Menschen war umproblematisch. Flucht und Flügelschlag gab es durch unangeleinte Hunde, die sich einen Spaß daraus machten, den davoneilenden Wildvögeln hinterherzujagen und schwimmen oder zu verbellen. Und wie so oft ist das weniger ein Problem der Hunde, vielmehr der Menschen, die sich auf diese Rücksichtslosigkeit angesprochen sehr gleichgültig benahmen. Kein Wunder, daß die Gesellschaft stagniert ? Wenn nachwachsende Generationen das kleine Einmaleins der Rücksicht nicht mehr kennenlernen oder vorgelebt erhalten, dann dürfte das Erlebte nur ein kleines Übel gegenüber anderen kommenden sein.

Ein Kormoran ? Ich bin nicht sicher ...

Viele Angeln, ein aufgebauter Grill, Bierflaschen, alles ist gerüstet. Was fehlt, ist der große Fang. Spaß schien es allen Beteiltigten dennoch zu machen.

Ein dominantes Bild dieser Tage - Sonnenbadende überall dort, wo die Sonne schien.

Im Jagdschloß angekommen. Einige kleine unaufgeregte Motive der Gebäude.

Ein letzter Blick in der Dämmerung hinauf zum Dach und Wetterfahne, dann war Schluß mit Fotografieren und Ruhe. Während ich mein Bild einfange, hörte ich Aufregung und Jemanden rufen "Der ist tot !". Nach ein paar Schritten wurde mir klar, was gemeint war. Einer der laut umhertollenden Hunde war entweder durch Streß oder aus anderen Gründen umgefallen und verschieden, sein Besitzer hatte sich des leblosen Körpers bemächtigt und trug in durch den Wald davon. Meine Tour führte noch etwa weiter, entlang der Königsallee und der schön anzuschauenden Villen und Stadthäuser. Aber das hebe ich mir für zukünftige Wanderungen auf ...



     

     
 

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