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          04-12-2005
  04.12.2005 Der Jüdische Friedhof in Weißensee

Ich bin auf meinen zurückliegenden Spaziergängen an vielen Friedhöfen vorbeigegangen und habe einige hier bereits vorgestellt (siehe Invalidenfriedhof, Garnisionsfriedhof). Durch einige Projekte und Arbeiten am "Zeiträuber" Rechner lag ein Besuch des in kurzer Zeit erreichbaren Jüdischen Friedhofs nahe. Das Wetter bot einige Regenlücken im diesigen Spätherbstwetter, so daß der Besuch trockenen Fußes begonnen und im Regen abgebrochen wurde, viele Grabmale bekannter Berliner Prominenter konnten deshalb nicht aufgesucht werden.

Wer diesen Spaziergang selbst unternehmen möchte, dem empfehle ich eine großzügige Zeitplanung, denn die Friedhofsanlage ist sehr groß, parkähnlich und lädt beim Betrachten der in verschiedenen Kulturepochen entstandenen Grabmäler zum häufigen Stehenbleiben ein. Am Eingang zum Friedhof rechterhand kann man beim Assistent der Verwaltung einen informativen Wegweiser durch die Geschichte des Friedhofes einsehen oder ein Exemplar kaufen.

Inschrift an einem Eingangshaus (Zugang von der indira-Gandhi-Straße).

Eine Betonmauer, die das Gelände des Friedhofes zur Indira-Gandhi-Straße hin abgrenzt, nimmt stilistisch die Menora, den siebenarmigen Leuchter, auf.

Die Wucht der Mauer wird mit einigen schmiedeeisernen Feldern unterbrochen, die einen Blick von der Straße auf die Felder des Friedhofes gestatten..

Der Haupteingang zum Friedhof. Die Gestaltung ging aus einem durch den damaligen Berliner Architektenverein initiierten Wettbewerb hervor, in einem zweiten Wettbewerb (nachdem der erste mehrere gleichaufliegende Entwürfe hervorbrachte) konnte sich der Entwurf Hugo Licht's durchsetzen.

Ein 1953 im Rondell der Eingangszone aufgestellter Gedenkstein für die ermordeten jüdischen Opfer des Nationalsozialismus.

Ein Blick über die Grabfelder.

Das Grab des Widerstandskämpfers Herbert Baum, auf dessen Rückseite die Namen der Mitglieder der Widerstandsgruppe eingraviert sind. Im Jahr 2003 wurden neben diesen weitere Gräber als Ehrengrabstätten mit einem Keramik-Landeswappen gekennzeichnet.

Mit Gründung des Friedhofes 1880 wurden die Hauptwege alleenartig angelegt.

Eine Inschrift: "Wer im Gedaechtniss seiner Lieben lebt ist nicht todt, der ist nur fern."

Der Friedhof birgt Grabmale verschiedener künstlerischer Perioden und Auffassungen, hier eine Anlage mit feinen Kunstschmiedearbeiten.

Das Grabmal Rudolf Mosse, Verleger, ebenfalls ein Berliner Ehrengrab.

Viele ältere Grabmale aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert waren geprägt von der wilhelminischen Zeit und wurden entgegen der jüdischen Sitte prachtvoll ausgeführt. So ergibt sich dem Betrachter der Anblick nebeneinanderliegender schlichter Gräber und solcher repräsentativer Anlagen.

Grabmal Benno Orenstein, Mitbegründer der Firma Orenstein & Koppel (Kleinbahnen, Straßenbahnen u.a.).



     

     
 

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