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          06-12-2005
  06.12.2005 Von Friedrichshagen nach Köpenick

Nikolaustag und Kaiserwetter, da gab es kein Halten mehr ! Kurzentschlossen gab es eine Fahrt ins Blaue, doppelt blau. Ins Blaue zum Ersten, weil hinaus an die frische Luft, ins Blaue zum Zweiten, weil in unbekannte Stadbezirksecken. Durch eine Fahrt im Sommer mit Bekannten hinaus nach Rüdersdorf hatte ich mir gemerkt, nicht nur wie so oft die Altstadt Köpenick zu besuchen, sondern einmal quer durch's ganze Viertel zu radeln. Diese Idee passte für die heutige Ausfahrt ...

Mittendrin wurde die Idee noch einmal abgewandelt, es ging bis Friedrichshagen. In der Bölschestraße gegenüber der Christophoruskirche auf dem alten Markt steht das hier abgebildete Denkmal vom alten Fritz, König Friedrich II..

Am südlichen Ende der Bölschestraße gelegen ist der Müggelpark, Anlegestelle für die großen Ausflugsschiffe. die aus der Müggelspree kommend in den Müggelsee einfahren bzw. umgekehrt.

Sehr viele Enten und Schwäne halten sich am Park auf, anscheinend ist dieser Uferstreifen das ganze Jahr über Futterplatz durch Einheimische und Besucher.

Blick von der Anlegestelle in die Müggelspree. Unter dem Wasser verbindet ein langer Tunnel die beiden Ufer, 1926 hatte man den Spreetunnel über dem Wasser errichtet und anschließend im Wasser "versenkt". Wer den dichten Schiffsverkehr im Sommer an dieser Stelle kennt, weiß, daß die Einrichtung einer Fähre schlicht unmöglich wäre.

Fernsicht zum südlichen Ufer, die fernen Müggelberge sind zu erahnen, die tiefstehende Sonne blendet zu sehr, als daß man Einzelheiten erkennen könnte.

Auf dem rechtsseitigen Spreeufer die Gebäude der Firma Berliner Bürgerbräu.

Verschiedene Sportvereine haben am Ufer ihr Domizil aufgeschlagen, jetzt im Winter sind die Boote aus dem Wasser gehievt und die Tore fest verschlossen.

Blick in den nahen Waldsaum.

Kleine Werften für Sportboote.

Näher an Köpenick herangekommen - neue Wohnhäuser neben alten, rekonstruierte neben in der Renovierung befindliche.

Alte Stadtvillen am Ufer der Müggelspree. Zwei Enten folgen mir unauffällig ...

An der Salvador-Allende-Brücke. Ein einsamer Angler sitzt scheinbar ruhig. Immer wenn der Köder (einfacher Mais aus der Büchse !) ausgeworfen wurde und er sich setzte, zuckelte die Boje innerhalb weniger Sekunden und der Fang konnte eingeholt werden. Auf die Frage hin, ob es diesen Fisch am Abend zubereitet gäbe, meinte der alte Mann, sie würden gesalzen und in 12 bis 15 Tagen bei reichlich Bier gegessen, seine Frau unterstrich diese Aussage mit eifrigen Kopfnicken, so daß mir keine andere Antwort einfiel als beeindruckt mitzunicken. Reichlich Bier, darauf muß man kommen. Petri Heil und Prost allen Fischern !

Umschleichen der alten Heimatstube, diverse Aufnahmen. Durch das Fotografieren war ich mit einem anderen Besucher ins Gespräch gekommen, der ebenfalls einige Aufnahmen machen wollte. In der Hand - eine alte Stereokamera, was vom eigenen Knipsen abhielt und uns eine ganze Weile über Panoramafotografie, digitale Bildbearbeitung und und und schwätzen ließ. Beeindruckend, wieviel Spezialwissen ein Mensch sich merken kann, wenn es um einen geliebten Zeitvertreib geht ...

Am Ende des Sonnentages einige schöne Motive aus der Altstadt, stellvertretend an dieser Stelle das Denkmal des Schuhmachers Wilhelm Voigt, der am 16. Oktober 1906 als Hauptmann von Köpenick die Stadtkasse beschlagnahmte. Weltberühmt durch das Theaterstück von Carl Zuckmayer und hierzulande durch die Verfilmung mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle des Schuhmachers.



     

     
 

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