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          27-12-2005
  27.12.2005 Arbeiten mit Freewarefiltern

Bei der Beschäftigung mit den eigenen Aufnahmen gibt es immer wieder Ideen durch das Ausprobieren ungewöhnlicher und nichtalltäglicher Einstellungen oder Optionen in der Bildbearbeitungssoftware auf dem heimischen Rechner. Unterstützt wid das Experimentieren durch das Angebot zahlreicher zusätzlicher Software von Drittanbietern, die sich in das eigene Programm "einklinken" können. Diese Schnittstelle zum "Einklinken" ist ein de facto Standard, entwickelt durch Adobe für seine Grafiksoftware Photoshop. Was ist der Nutzen solcher zusätzlicher Software, den sogenannten Plugins ? Zum einen erweitert die zusätzliche Software die Möglichkeit, mit dem ursprünglichen Programm diverse Schritte überhaupt erst durchführen zu können oder bietet eine Verbesserung im Workflow. Zum anderen kommt man in der Beschäftigung mit diesen Plugins auf Ideen und Anregungen, auf die man normalerweise nicht oder nur durch Umwege gekommen wäre.

Das nachfolgende Beispiel zeigt eine solche Idee und die Umsetzung unter Zuhilfenahme zweier als Freeware vorliegender Plugins. Zum einen ist es Swapshop, ein Plugin zum Wechseln der Farben innerhalb eines Bildes, zum anderen Illustrator, der eher zur Abstraktion eines Bildes im Sinne einer Fotoumwandlung zu einem Farbdruck führt. Für das Nachstellen stelle ich das Ausgangsbild als Zip-File chin_garten_roh.zip zur Verfügung (Zip File zur Erkennung durch den eigenen Downloadmanager, Größe der Datei 277 KB).

Das Ausgangsbild, eine Aufnahme aus dem Berliner Erholungspark Marzahn, zeigt einen der Pavillons im Chinesischen Garten. Für mich war eine der Ausgangsüberlegungen die Suche nach einer Umsetzung, die die durch häufiges Fotografieren bekannten Motive durch neue Hauptfarben näher an die eigene Vorstellung einer Abstraktion heranführt.

Das Bild zeigt sich nach Anwendung des Filters Swapshop komplett andersfarbig. Ich habe für die Umwandlung im Filtermenue mit der Option "VGB,VRB,VGR" und mit den Einstellungen "Swap R:23", "Swap G: 105", "Swap B: 223" gearbeitet.

Der Filter Illustrator ändert das ehemalige Foto um in eine Zeichnung, je nach Einstellung kann man Detailtiefe verändern bzw. auslassen bzw. verwischen. Für diesen Test arbeitete ich mit den Einstellungen "Abstraction: 223", "Colouration: 100" und "Definition: 117".

So sähe das Ausgangsbild ohne Filter Swapshop, mit Illustrator-Filtereinstellungen wie oben beschrieben aus.

Das Beispiel zeigt einige mögliche Gestaltungen, die je nach eigenem Geschmack variieren können. Mit einigen Geschick kann man so eigene Bilder gänzlich neuen Verwendungszwecken zuführen. Bilder, die die Wirklichkeit so abbilden wie gesehen, wirken oft langweilig, weil es keine besondere oder dramatische / spannende Motivauswahl darstellt. Neben den üblichen Bearbeitungen durch Beschneidung / Auswahl des Motives oder der Umwandlung in Schwarz-Weiß u.ä. stellt die (zurückhaltende oder intensive) Arbeit mit zusätzlichen Plugins eine sehr schöne Erweiterung der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten dar. Und eine schöne zwischenzeitliche Abkehr vom täglichen Einerlei der Nachbearbeitung von Kontrast, Aufhellung, Schärfen etc. ...

Viel Spaß beim eigenen kreativen Ausprobieren, Knobeln und Verwerfen ...


     

     
 

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