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          06-01-2006
  06.01.2006 Um den Palast der Republik

Es sind frohe Botschaften, die mich zum (B)Palast der Republik führen. Endlich scheint es loszugehen mit Abriß des riesigen Quaders. Grund genug eine Runde um das Haus zu wagen und zu sehen, wo es bereits Veränderungen gibt.

An der Karl- Liebknecht- Brücke mit Blick zur Schloßbrücke und Unter den Linden. Linkerhand der Palast der Republik, rechts der Berliner Dom.

An der Spreeseite wurde bereits begonnen, eine provisorische Schiffsanlegestelle einzurichten, um den Straßenverkehr vom Transport großer Mengen Bauschutt zu entlasten.

Der Palast von der Schiffsanlegestelle gesehen, Richtung Rathausbrücke.

Der Fernsehturm spiegelt sich in der verdreckten Glasfront des Palastes.

Palast und Dom in Richtung Liebknechtbrücke gesehen. Rechts die Promenade und Schiffsanlegestelle der Gastschiffahrt, weiter hinten rechts das Radison SAS.

Eine ähnliche Ansicht, aber dichter ran an die Absperrungen rund um den verfallenen Palast.

Rathausstraße mit Blick zum Nikolaiviertel und Roten Rathaus. Hier stand früher dem Berliner Stadtschloß gegenüber der Begasbrunnen (in etwa Höhe der Fahrbahnmarkierung).

Der dem Palast vorgelagerte Marx-Engels-Platz diente früher als Aufmarschplatz und Parkplatz. Mit Umzug der Bundesregierung nach Berlin und bis zur Fertigstellung des Kanzleramtes residierte der Bundeskanzler im gegenüberliegenden ehemaligen Staatsratsgebäude. Um die Sicht aus diesem Gebäude etwas zu verschönern - auch im Hinblick des Empfanges von Staatsgästen- wurde ein Teil der freien Fläche begrünt. Der heutige Blick geht also über einen Teil dieser Begrünung und Parkplatz und der teilweisen freigelegten Grundmauern des ehemaligen Stadtschloßes hinüber zu Dom und Palast. Man kann durch die dem Palast vorgelagerten Grundmauern des ehemaligen Schloßes erkennen, wie die Gebäudeausrichtung einst bestand. Das Schloß war parallel zu den Hauptstraßen angelegt, der Palast steht quer.

Auch das ist einer der Gründe, weshalb ich für den Abriß des Palastes plädiere und den Aufbau des Humboldtforums bejahe. Während die Blätter der Mindergebildeten (Sie wissen schon, welche Gazetten ich im Blick habe) lauthals schreien, es ginge um einen Neubau eines Schloßes (was ja nicht richtig ist, es wird ein Mehrzweckbau mit privat finanzierter Schloßfassade. Vorbilder einer solchen Nachbildung sind beispielsweise das Warschauer Schloß, Campanile in Venedig, Kloster Monte Casino u.a.), sehe ich die Gegebenheiten vor Ort. Alles, was uns heute sichtbar ist, hatte eine Ausrichtung bzw. Anlehnung an das Schloß, Bauhöhen und wesentliche Gestaltungen wie Säulen wurden vom Schloßbau abgegriffen. Beispiel Altes Museum, ebenso der Dom. Gibt man dem heute freien Platz eine solche Fassade und der Stadt einen solchen vielfältig zu nutzenden Mehrzweckbau zurück, steht der Wiederbelebung der Urbanität in dieser großen Brache in der Innenstadt nichts mehr im Wege. Wenn Sie einmal versucht haben, in der Nähe des Palastes einen Kaffee zu erhalten oder etwas zu Essen, wissen Sie was ich meine. Das ist heute alles Ödland, der Abrißbeginn erstes hoffnungsvolles Zeichen, daß die unerträgliche Situation beendet wird.

Die Grundmauern des ehemaligen Nationaldenkmals. Hier standen zuvor die alten Berliner Häuser der Schloßfreiheit, unmittelbar dahinter fließt der Seitenarm der Spree. Was links zweifarbig im Bild erscheint, ist der Nachbau der Schinkelschen Bauakademie. Die dunkelrot erscheinende Ecke wurde als Muster erbaut, die hellrot wirkende Fassade ist ein mit bedruckter Plane verhangenes Stahlgerüst, um die Größe und Proportion der ehemaligen Bauakademie aufzuzeigen.

Früher Staatsratsgebäude der DDR, heute kurz vor Wiedereröffnung nach langer Restauration als Wirtschaftsschule. Daß hier ein Portal des ehemaligen Stadtschloßes eingebaut wurde, verdanken wir dem Umstand, daß vom Balkon dieses Portals die Republik durch Karl Liebknecht ausgerufen wurde und die Rettung des Originals vor Sprengung des Schloßes den damals Regierenden wichtig erschien. Im Vordergrund Grundmauern und Treppen des ehemaligen Nationaldenkmals.

Dom und Palast als Kulisse zur Ausgrabungsfläche der Grundmauern des ehemaligen Berliner Stadtschloßes. Schautafeln beschreiben die frühere Bebauung und den Umgang nach dem Krieg durch die DDR-Oberen.

En Teil der Grundmauern wurde richtig ausgegraben, ein Teil liegt unter der Erde.

Der Blick in die gegenüberliegende Richtung, von links: ehemaliges Staatsratsgebäude, altes Gebäude der Rreichsbank, späterem ZK der SED und mit dem hellen Neubau heute Auswärtiges Amt der Bundesrepublik, rechts Fassade der Bauakademie und angeschnitten die Friedrichwerdersche Kirche, heute Museum.



     

     
 

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