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          08-01-2006
  08.01.2006 Schloß Bellevue - Warten auf Einlaß zum Tag der offenen Tür

Mein erster Besuch des Schloßes Bellevue liegt einige Jahre zurück, der Bundespräsident hieß Roman Herzog und ich hatte meine Spiegelreflexkamera zu einem ihrer letzten Ereigniseinsätze mitgenommen, bevor ich 1999 auf eine der ersten gebrauchsfähigen Digitalkameras umstieg. Der Besuch damals fand an einem sehr heißen Tag statt, mit Wartezeit um drei Stunden und die Schlange reichte bis hinter die Lutherbrücke. Es gab anfangs einiges Schmunzeln, als ich im prallen Sonnenlicht meinen Regenschirm aufspannte. Später, als eine hinter mir stehende Frau ihren Begleiter drängte, schnell zum Auto zurückzugehen und ebenfalls einen Schirm zur Beschattung zu holen, mußte ich schmunzeln und mir wurde klar, daß ich mich richtig vorbereitet hatte. Schutz vor Sonnenbrand, einige Kekse und Trinkpäckchen, Walkman für die lange Wartezeit, es hatte sich an diesem Tag alles bewährt.

Zum heutigen Tag der offenen Tür anläßlich des Abschlußes der Renovierung des Amtssitzes des Bundespräsidenten war vieles ähnlich, nur mit dem großen Unterschied, die Wartezeit in der Januarkälte auszuhalten. Je näher der Einlaß in die Nähe rückte, umso interessanter wurde die Beobachtung einiger Menschen, die versuchten, die Wartezeit abzukürzen und ohne Anstellen in die Warteschlange zu gelangen. Die Mitwartenden in meiner Nähe ließen sich von meiner Idee zu anderen lustigen Gedanken anspornen, als ich laut und humorvoll darüber nachsann, wie man dem Bundesgrenzschutz als Hüter der Besuchsordnung auf die Ungehorsamen aufmerksamen machen könne. War die Wartezeit anfänglich unendlich vermutet, schmolzen die Minuten angesichts solcher und anderer Gesprächsthemen auf eine kurzweilige Zeit zusammen. Trotzdem, zwei Stunden in der Kälte stehen, damit mußte jeder für sich fertig werden ...

Lutherbrücke, die Warteschlange ging linkerhand noch ein ganzes Stück weiter. War man anfangs noch frohgemut, als es nach kurzen Warteabschnitten immer ein paar Schritte vorwärts ging, stockte das Tempo ausgerechnet auf der Brücke, die sehr bodenkalt war und der Wind ungehindert über das Wasser der Spree wehte.

Für all Jene, die einen solchen Besuch bei einem anderen Tag der offenen Tür planen - im Sommer mag man die Wartezeit Zeitung lesend überbrücken können, im Winter werden die Finger innerhalb weniger Minuten klamm ! Es bleibt das Gespräch mit anderen oder Musikhören, Klassik zum beispiel, zur Einstimmung auf den kommenden Besuch.

Eine Sichtachse von der Brücke hinüber zum Schloß - mehr als fünfzig Minuten Wartezeit waren bis hierhin vergangen.

Großes Gedränge - der Bundespräsident und Besucher im Gespräch. Später, beim Wegfahren vom Schloß, nahm sich Bundespräsident einige Augenblicke Zeit, aus dem Auto zu steigen und einige Besucher zu begrüßen. Eine nette Geste, wenn man bedenkt, daß er längere Zeit in Gespräche vertieft war und der Terminkalendereines Amtsinhabers auch an einem Sonntag das Leben diktiert.

Das Schloß, in einem seltenen Moment keiner durch das Bild läuft ...

Alter Feuermelder.

"Feuermelder. Berechtigt zum Melden ist, wer die Brandstelle angeben kann."

Kurz vor dem großen Stern und Siegessäule, geht es rechts in die Einfahrt Bundespräsidialamt hinein zur Kontrolle und zum Tag der offenen Tür. Wartezeit bis hierher fast genau zwei Stunden. Später vor dem Eingang zum Schloß Bellevue gab es durch Rückstau - die Statik läßt eine bestimmte Belastung bzw. Anzahl Besucher zu - noch eine weitere halbe Stunde Wartezeit.

Eine Frage - sehen wir uns beim nächsten Tag der offenen Tür ? Keine Sorge - der Termin liegt im Sommer und ist der Besuch des Bundeskanzleramtes ...



     

     
 

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