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          09-05-2006
  09.05.2006 Pfad der Visionäre in der Friedrichstraße

Was war das für ein Aufmacher in den Zeitungen - ein Beitrag zur Verschönerung der südlichen Friedrichstraße (Höhe U-Bahnhof Hallesches Tor), und die anschließende Ernüchterung vor Ort. Irgendwie kam mir das Wort vom "alten Wein in neuen Schläuchen" in den Sinn. Dabei ist die Idee- Vorstellung von Lebensphilosophien großer Europäer - eine sehr gute, nur war ich davon ausgegangen, eine völlig neue Kunstinstallation vorzufinden und hatte völlig außer Acht gelassen, daß die Friedrichstraße eine vielbegangene und befahrene Straße ist und viele Zeitgenossen wenig Muse verspüren, innezuhalten und die Dinge zu betrachten. Wie heißt es doch so schön ? Man kann nur Dinge sehen, die man auch kennt, aber diese durchaus politisch zu verstehende Ernüchterung bundesdeutscher Erziehungs- und Bildungsarbeit bringt mich nur weg von den Ansichten vor Ort ...

Nun ja, wenn man nicht mehr auf Straßendreck und weggeworfene Zigarettenstummel achtet und sich den Zitaten zuwendet, ist es ein sehr interessantes Objekt und ein ambitionierter Versuch, den Mehringplatz wieder mehr in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken, zumal man von diesem Ende der Friedrichstraße Richtung Mitte spazieren und viele sehenswerte Hausfassaden betrachten kann. Ich hatte hierzu einige Fotos ausgestellt.

Fernando Pessoa, portugiesischer Dichter: "Wir sind alle kurzsichtig, ausgenommen nach innen. Nur unsere Traumaugen brauchen keine Brille."

Nuala Ni Dhomhnaill, irische Dichterin: "Ich fühle mich als Glied in einer Sprachenkette. Die Sprache meiner Vorfahren war reich, erdgebunden, poetisch, kräftig. Ich möchte nicht denken, dass ich das ausgelassene Glied bin."

Antoine de Saint-Exupery, Schriftsteller: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."



     

     
 

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