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          31-05-2006
  31.05.2006 Neueröffnung Kaufhof am Alex

Ich gestehe, ich war schon einige Tage vor der offiziellen Wiedereröffnung im Haus unterwegs, auf der Suche nach etwas Bestimmten schnell aus der S-Bahn hier hinein geeilt. Da wirkte das halb eingeräumte Haus richtig leer, die Handwerker waren noch mit Restarbeiten beschäftigt und beim Vorbeihasten am neuen Lichthof ahnte ich schon etwas vom neuen Glanz. (Neuer Glanz ? Wir erinnern uns, an gleicher Stelle stand bis Kriegsende das Kaufhaus Tietz, mit 250 Metern Schaufensterfront die längste Europas.)

Dennoch- ich war überrascht. Wer durch das Haus vor den Umbauten umherging, erlebte die übliche Enge von dichtgestellten Verkaufsflächen, geringen Platz auf den Hauptwegen und der Hast der Menschen. Von solchen Empfinden war ich meilenweit entfernt, als ich das Haus heute betrat. Zurückgesetzte Verkaufsständer, Platz zum Vorbeigehen und Überholen ohne Rempelei, selbst in den oberen Etagen war mehr von dieser Freiheit des ungezwungenen Umherflanierenkönnens zu erleben. Endlich ein Haus, indem die Menschen sich nicht gegenseitig in die Hacken treten ! Dachte ich anfangs, der Umbau würde nur mehr Verkaufsfläche hervorbringen, wurde ich heute eines Besseren belehrt. Mehr Licht- auch mehr gekonnter Einsatz desselben !-, mehr Raum zum Gehen und zum Betrachten der Ware, so wird das Einkaufen zum sinnlichen Erlebnis.

Aber schauen Sie selbst, einige Aufnahmen können Sie auf Ihren eigenen Besuch einstimmen.

Bonjour tristesse ! Ein Buchtitel von Françoise Sagan passend zum Berliner Wetter der letzten Tage im Kopf, steuere ich das umgebaute Haus Galeria Kaufhof am Alex an, und erlebe hinter den Türen einige Überraschungen.

Wo früher Ladenfläche bis dicht an die Rolltreppen heranreichte, bietet sich ein Blick über die Etagen- der Lichthof im neugestalteten Haus.

Imposanter Ausblick in die Höhe. Der Vergleich an die Bauweise der alten Ägypter und der im Inneren der Pyramiden enthaltenen Hallengänge (die sich stufenartig nach oben verjüngen) drängt sich mir auf. Vom Architekten sicherlich so nicht gewollt, aber es war meine erste Empfindung beim Betrachten.

Der Übergang von Lichthof zur Kuppel.

Gefällige Lösung für Ruheplätze an den Seiten. Rechteckige Körper sind wesentliche Stilelemente der Innenarchitektur, hier wird für die Sitzgelegenheit eine Seitenfläche ausgespart und nimmt dem Pfeiler die Schwere, der verweilende Gast kann etwas zurückgesetzt Abstand vom Geschehen nehmen.

Blick durch die Kuppel auf zwei markante Gebäude in der näheren Umgebung: Fernsehturm und Forumhotel.

Licht setzt Akzente.

Loungeartige Sitzgruppe in der Schuhabteilung mit Ausblick auf den Alexanderplatz.

Für die unmittelbar bevorstehende Fußballweltmeisterschaft hat man die Steinplattenverlegung und Neugestaltung des Platzes unterbrochen.

Mut zur Farbe und Material. Erinnert ein wenig an die Hochzeit der Siebziger Jahre, oder ?

Sportmode im Zeichen des runden Leders.



     

     
 

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