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          14-06-2006
  14.06.2006 Titania-Palast in Steglitz

Eine kleine Stippvisite führte am frühen Morgen nach Steglitz in die Schloßstraße, das Kino Titania-Palast abzulichten. Ein Kino ablichten ? Aufmerksam wurde ich durch eine vorgestellte Arbeit zu über 110 Jahren Kinogeschichte, und damit verbindet sich hier in Berlin der Name Skladanowsky. In einer der Berlin-Folgen im "Bilderbuch Deutschland" wurde in Pankow der Ort vorgestellt, in dem die Brüder Skladanowsky ihre bewegten Bilder vorstellten, aber dafür fehlte mir heute die Zeit. Deshalb nach Steglitz,, zu dem von den Architekten Schloenbach, Schöffler und Jacobi 1928 im Stile eines Palastes errichteten Kinogebäudes.

Im Mittelpunkt stand das durch den Krieg unzerstört gebliebene Kino, als am 4. Dezember 1948 in einer feierlichen Veranstaltung die Freie Universität Berlin eröffnet wurde (Sie sehen die Verbindung meines kürzlichen Besuches im Alliiertenmuseum ?), hier wurde die erste Berlinale 1951 ausgetragen, 1953 feierte die Firma Bechstein ihren 100. Firmenjubiläum mit einem Konzert des damaligen Starpianisten Wilhelm Backhaus und hier buhte man 1960 vor dem Kino Marlene Dietrich aus. Berliner Geschichte, an einem heute unscheinbaren Ort hat sie stattgefunden. In Zeiten des Pantoffelkinos schwer vorstellbar, daß sich Menschen hineindrängten in diesen Ort der Zerstreuung.

Wenn Sie sich etwas weiter in die Kinogeschichte vertiefen wollen oder sich über frühere und bestehende Kinos informieren möchten, dann schauen Sie im Kinokompendium nach, es lohnt sich.

Die Ansicht von der Schloßstraße aus, Blickrichtung zum Bierpinsel.

Die das Gebäude überragende Lichtsäule.

Die Bäume stehen so dicht beieinander, daß ich keine Chance sehe, den Schriftzug in einem Stück abzulichten.



     

     
 

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