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          05-07-2006
  05.07.2006 Von Plötzensee nach Siemensstadt

Um eines vornewegzunehmen, es war nicht einfach, aus den vielen Motiven einige wenige auszuwählen. Aber das sind Sie ja bereits gewohnt- die Schnappschüsse als Anregung aufzunehmen und das eine oder andere selbst von Nahen zu sehen.

Auf die Idee zu dieser Tour bin ich sehr spontan gekommen (und ein anderes Vorhaben mußte weichen), weil ich im vergangenen Jahr bereits Gelegenheit hatte, einige Abschnitte des innerstädtischen Spreeverlaufes und diverser Kanäle und der Stadtgebiete links und rechts der Wasserarme zu erkunden, Spaziergange am Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal und der Besuch des Westhafens sollen als Beispiele an dieser Stelle genügen. Die Gelegenheit bei anhaltend schönem Wetter erschien mir günstig, eine weitere Etappe am Plötzensee zu beginnen, bis hin zum Volkspark Jungfernheide und Wilhelm-von-Siemens-Park zu gehen und mit dem Gang entlang des Hohenzollernkanals ziemlich nahe dem Startpunkt zu enden.

Plötzensee, nach Süd gesehen Richtung Westhafen (am Horizont ist der Turm des Hafenhauptgebäudes auszumachen).

Wo Westhafenkanal, Berlin-Spandauer Schiffartskanal und Hafenbecken des Westhafens zusammentreffen und der Hohenzollernkanal beginnt, liegen einige Hausboote. Eine kleine Überraschung, hatte ich solche hier nicht vermutet. Andere mir bekannte Liegeplätze sind im Tiergarten, an der Anlegestelle Treptower Park und in der Rummelsburger Bucht. Nebenbei bemerkt- einige der Hausbootbesitzer im Treptower Park haben nett gestaltete Entenhäuschen sozusagen als Beiboot an der Kette, so wie der Landwirt mit einen Ketten- oder Hofhund samt Hütte aufwartet. Wer vorbeikommt, sollte sich diese Szenerie einmal genauer anschauen, amüsant wie eine Spitzweg'sche Komposition anzuschauen ...

Weiterfahrt zum Volkspark Jungfernheide, nach dem Großen Tiergarten der zweitgrößte Berliner Park. Nicht zu übersehen am östlichen Ende der Wasserturm.

Große Wiesen und Liegeflächen für eine naturnahe Erholung wechseln ab mit Tiergehegen, Sportflächen und Bademöglichkeiten im geometrisch angelegten Jungfernheideteich.

Nicht alle Bauten sind zugänglich- Vandalismus, Rekonstruktion ?

Kurze Rast im Kulturbiergarten und weiter ging es zum Siemenspark, einem waldartigen Park, der sich in westlicher Richtung dem Volkspark Jungfernheide anschließt. Am Ende des Parks ein Gedenkstein, der an Wilhelm von Siemens, dem Erbauer der Siemensstadt, erinnert.

In der Siemensstadt gefallen kleine Häuser, Anlagen, stiille Winkel. Wie ich erfuhr, gab es eine gewisse Anordnung der Bebauung. Neben großen Miethäusern entstanden kleinere Reihenhauszeilen, in die bessergestellte Mitarbeiter von Siemens einzogen.

Angelegte Straßen erhielten Namen von Siemensmitarbeitern, hier als ein Beispiel die Rapsstraße.

Wo andere Wohnanlagen wenig in den Ausdrucksformen variieren, finden sich an den Hausfassaden verschieden verwendete Materialien und Gestaltungselemente, einige schöne Beispiele- individuelles Gefallen und keine Wertung oder Ausschluß- sind hier zu sehen. Unklar blieb bei diesem ersten Besuch, ob es sich um geänderte Formen aufgrund unterschiedlicher Bauzeiten handelt oder ob dem Ganzen eine planerische Absicht vorausging, durch Mitwirkung unterschiedlicher Architekten beispielsweise.

Genügend Anregung, weitere Male die Siedlung zu besichtigen und nachzulesen !

Schlußstein eines Haustüreingangs.

Eine größere plastische Arbeit am Giebel eines anderen Hauses. Zugegeben, ich habe den floralen Ansatz erst auf dem zweiten Blick erkannt, daß es sich um eine stilisierte Rübe handeln könnte.

Sehenswert die Überbauung einer kleinen Straße, bekrönter Dachabschluß mit einer Uhr.



     

     
 

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