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          02-09-2006
  02.09.2006 Rund um den Müggelsee

Naja, rund um den Müggelsee- das wäre unwahr und übertrieben, aber wie sonst umschreiben ? Halbrund hört sich nicht so richtig an, wer sagt das schon. Also belassen wir es bei diesem kleinen Kunstgriff und kehren zurück zur Tour, welche begonnen hat in Friedrichshagen. Leicht zu erreichen mit der S-Bahn Linie 3, dann die Bölschestraße entlang bis zum Ende, ran an das Wasser und über Strandbad, Rahnsdorf Mühle, Müggelheim und Gosen sowie Neu-Zittau, Wernsdorf und Alt-Schmöckwitz zurück nach Grünau, wo die S-Bahn Linie 8 auf die Rückfahrt in die Stadtmitte wartet. Einfache Tour, nur fünf Stunden gelassen und unaufgeregt geradelt, wäre das nichts zum Nachmachen ?

Aber schauen Sie selbst, wie es um den Müggelsee und all den anderen Seen und Kanälen aussieht.

War ich in der Vergangenheit eher zügig durch Friedrichshagen geeilt, war diesmal eine Mittagspause festgeplanter Bestandteil der Rundtour. Von den vielen Möglichkeiten in der Bölschestraße als Einkaufsstraße kam ich per Zufall in das Restaurant "Die Spindel", einem der ältesten Häuser in Friedrichshagen und eine sehr gemütliche Adresse ! Beeindruckend nicht nur die gute Küche- interessant auch das Interieur aus der Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der Gründerzeit, teilweise aufgekauft von Charlotte von Mahlsdorf.

Hier die Ansicht des großen Gästezimmers mit Kamin.

Wer einmal selbst hereinspazieren möchte, hier eine Außenansicht des alten Hauses. Bei dieser Gelegenheit bietet sich an, auf zwei nahe Ereignisse zu verweisen:

Am 8. bis 10. September finden rund um die Bölschestraße einige Veranstaltungen unter dem Motto "Dichter.dran am Bölschestrand" statt., einem Stadtfest der besonderen Art (autofreie Innenstadt, lang- und sonntagsgeöffnete Geschäfte, Literatur und Theater).

Das andere vorzustellende Fest am 23. September ist ebenfalls ein besonderes, das bereits zum vierten Mal stattfindende Kneipenmusikfest Friedrichshagen. Anscheinend etabliert sich neben dem Jazzsommer in Köpenick eine weitere feste musikalische Adresse in Ort und Kalender.

Müggelpark, mit Sicht in Richtung Südost. Ein Tag ohne Regenschauer, und die örtliche DLRG-Niederlassung hat alle Hände voll zu tun.

Ein Hingucker bei der Durchfahrt des Müggelseedammes- überreiche Stuckverzierung einer Hausfassade.

Am Strandbad Müggelsee.

Ab Rahnsdorfer Mühle heißt es per Fähre übersetzen nach Müggelhort. Kleines Highlight am Rande- ich fahre mit meiner Monatskarte mit, nur für das Fahrrad habe ich ein Entgelt zu entrichten. Wie das ? In Berlin werden sechs nach Fahrplan eingesetzten Fähren von der BVG betrieben, zum Beispiel diese hier oder zwischen Wannsee und Alt-Kladow.

Einige Augenblicke nach Ablegen der Fähre passierten weitere Schiffe diese Durchfahrt. Neben einigen überdimensionierten weil aufgerüsteten Motorrennbooten (wie wollen das die Freizeitkapitäne bei den gegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen je ausfahren ?) fiel mir dieses alte hölzerne Schiff auf, das gemütlich vor sich hintuckernd an mir vorbeifuhr ...

Ein Zweierkanu auf dem großen Müggelsee, Blick nach Norden zum Strandbad.

Ansicht des kleinen Müggelsees.

In Alt-Müggelheim teilt sich mittig die Straße und umfließt zwei Gebäude, ein früheres Wohnhaus und die kleine Kirche.

Nach Fahrt durch den Stadtforst und entlang der Gosener Landstraße kurze Rast in Gosen, um ein wenig bei den Arbeiten und Übungen der örtlichen Jugendfeuerwehr zuzuschauen.

Dorfstraße mit Blick auf die Kirche in Neu-Zittau.

Wernsdorf, an der Schleuse.

Das bemalte Umspannhäuschen in Wernsdorf wäre so nicht denkbar in Berlin- spätestens einige Tage nach Fertigstellung der Malerarbeiten hätten einige "Künstler" Hand angelegt. Ein Übel, daß vielen Berlinbesuchern ungemein negativ auffällt, aber das ist schon wieder eine andere, zudem traurige Geschichte ...

Auf der Schmöckwitzer Brücke pausierend sehe ich ein anderes Beispiel dafür, wieviele Möglichkeiten des Wassersportes sich in und um Berlin bieten.

Von Schmöckwitz sind es nur noch einige Kilometer, parallel zur Straßenbahn fahrend kommt man an der Regattastrecke Grünau vorbei und von hier ist es nur noch ein kurzer Weg bis zum S-Bahnhof Grünau. Geschafft ? Mit ein wenig Übung ist man am nächsten Tag zu einer weiteren Landpartie bereit, sofern das Wetter mitspielt ...


     

     
 

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