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          15-07-2007
  15.07.2007 Schloß und Gut Börnicke


Führte der gestrige Spaziergang noch in den Landstreifen zwischen Berliner Ring und Stadtgrenze, ging es heute einige Kilometer weiter raus. Östlich Bernaus liegt eine kleine Ortschaft, Börnicke, die über ein zerfallenes Gut und angrenzendes Schloß verfügt. Beides galt es zu erkundschaften, und es war erstaunlich, was sich in der unmittelbaren Umgebung offenbarte- eine Häufung vieler kleiner und größerer "Sölle", von der letzten Eiszeit übriggebliebene Restlöcher, die als eines der letzten Rückzugsgebiete der Rotbauchunke gelten. Diese Unken und weitere Froscharten sorgen mit reichen Bestand auch dafür, daß es eine population Störche gibt, die für den naturfreudigen Wandersmann selbstverständlcih eine schöne Beigabe des Schauens sind. Aber sehen Sie selbst, wenn Sie einmal in der Gegend sind, vorbei.




Die Ansicht auf das Schloß, wenn man von der Straße auf das Gutsgelände einbiegt.




Das Gutshaus.




Ein Teil der übriggebliebenen Anlagen, Speicher und Wirtschaftshäuser.










Mißtrauisch wird mein Tun beobachtet.




Alte Maschinen vor der Schlosserei.




Früher Stallungen, heute für die Autoausstellung genutzt.







Beim Gang um den Schloßteich eingefangen- eine Sicht auf Bernau, links eines der Sölle. Auch wenn das Land überwiegend für den Feldanbau genutzt wird, finden sich heute wieder Streuobstwiesen, Hecken als Rückzugsgebiete für Kleingetier und Schutz vor Windabtrag der Ackerkrume. Der Mensch scheint sich am Anfang des 21. Jahrhunderts auf Erfahrungen und Leistungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts zurückzubesinnen.




Schloßansicht von der Parkseite, an die neben einer kleinen Tierhaltung eine kleine Gärtnerei angrenzt- gern genutztes Areal für Schulunterricht, Kräutergarten und Kinderbauernhof.




Schloßansicht von der Gutshofseite.




Im Schloßinneren. Nach mehreren unterschiedlichen Nutzungen in der Vergangenheit fällt es schwer, bestimmte Interieurs nachzustellen bzw. Vorhandene vorzeigbar herzurichten. Ein Anfang ist gemacht, erkennbar ist die frühere Vertäfelung und Ausstattung mit Möbeln, die nicht mehr ausschließlich handgefertigt, sondern bereits (vor)industriell hergestellt wurden. Insofern ist der Besuch der Innenräume auch gleichzeitig eine Kulturreise über die letzten Einhundert Jahre..




Blick aus einem Fenster zum Gutshof. Die "französischen Fenster" gingen bis nahe dem Fußboden für eine möglichst große Lichtausbeute.




Nutzung der Innenräume für vielfältige Veranstaltungen und Ausstellungen.




Direkt an der alten Dorfkirche befinden sich einige Gräber der Familie Mendelssohn-Bartholdy, frühere besitzer des Schloßes und Gutes.




     

     
 

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