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          22-02-2008
  22.02.2008 Denkzeichen in der R.-Luxemburg-Straße


Die in das Straßenpflaster eingelassenen Metallplatten, die an den Verlauf der Berliner Mauer erinnern, kennt wohl inzwischen Jeder, egal ob Tourist oder Einheimischer. Schwieriger mit der Kenntnis wird es dagegen schon bei einem anderen Punkt, den Denkzeichen auf dem Platz vor der Volksbühne und in der Rosa-Luxemburg-Straße, hier sind in Betonstreifen eingelassene Buchstaben als Zitate zu lesen, angeordnet auf Fußwegen und Straßen. Man bewegt sich durch politische Zitate und solche, auf denen der Mensch Rosa Luxemburg erkennbar wird.


Ausgedacht hatte sich das der Konzeptkünstler Hans Haacke, der den entsprechenden künstlerischen Wettbewerb gewann und den man hier in Berlin durch den Schriftzug "Der Bevölkerung" in einem Innenhof des Reichstages kennt. Seit September 2006 kann man sich den Denkzeichen nähern, aber ich kam erst dieser Tage dazu, was einen interessanten Nebeneffekt hatte- die Zeichen zeigen sich unterschiedlich abgewetzt bzw. abgefahren, was aus fotografischer Sicht ungleich spannender ist als gleich aussehende Messingbuchstaben, die man im Straßenpflaster erkennt ...




Die Schriftzüge gehen quer über Fahrbahnen und Fußwege. Was kreuz und quer angelegt erscheint, kann man als Metapher und Widersprüche eines Lebens ansehen.




"Am 4. August hat die deutsche .."




"... Sozialdemokratie politisch ..."




"... abgedankt, und gleichzeitig ist die ... "




"...sozialistische Internationale ..."




"...zusammengebrochen. Rosa Luxemburg (1915)"




"Ach, Dziodziu, werde ich niemals ein Kind haben ? Rosa Luxemburg (1899)"




Eine Ansicht eines Schriftzuges vor der Volksbühne.




Ein Ausschnitt aus einem Zitat. Die Messingbuchstaben sind blankgewetzt durch die häufige Nutzung des Fußweges, andere sind dagegen nachgedunkelt und wirken unscheinbar.



     

     
 

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