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          02-04-2008
  02.04.2008 Um den Gesundbrunnen


Kennen Sie Ringelnatz ? Da gab es mal eine Buchreihe über Berlin der Zwanziger Jahre, darin vorgestellt Künstler und ihre Profession, eines der Bücher hieß "Immer um die Litfaßsäule herum", erschienen 1960 oder etwas später, vermutlich nur noch in Antiquariaten zu erwerben.


An diesen Buchtitel muß ich desöfteren denken, wenn ich um verschiedene Plätze schleiche und darüber nachsinne, was diese Plätze ausmacht. worin ihr Sinn, Dasein besteht. Denn oftmals zeigen sich in Berlin die Plätze leblos, weiträumig, eher als Orte, an denen sich nie ein Architekt versuchte. Ich denke da beispielsweise an den Alexanderplatz, die Plätze vor dem Mehdornschen Glaspalast -"Hauptbahnhof" genannt- urbanes Leben ? Fehlanzeige. Umstieg von einem Verkehrsträger auf einen anderen, keine Orte zum Verweilen.


Der Platz am S-Bahnhof Gesundbrunnen scheint an einer ähnlichen Konstellation zu leiden. Großzügig weiträumig gebaut, verlieren sich die Menschen, hasten über diesen Platz, als ob man Aussatz erhielte, bliebe man stehen. Zögerlich wächst Leben über die Ränder an den Platz heran, es entstehen weitere Fachmärkte, der Wochenmarkt füllt eine Ecke aus, das pralle Leben biegt ab und hastet die Treppen zu den Bahnsteigen hinunter.


Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze weiterentwickelt, einstweilen schauen wir ein wenig in der Nähe umher.










































     

     
 

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